Pflegegeld

Warum Pflegegeld?

Es kann durch Krankheiten oder Unfälle passieren – plötzlich sind Menschen auf fremde Hilfe angewiesen. Und dabei spielt das Lebensalter keine Rolle, das Schicksal pflegebedürftig zu sein kann jeden ereilen.

Wenn dieser Ernstfall eintritt, sind die betroffenen Menschen auf Unterstützung angewiesen – sie erhalten eventuell nun monatlich Pflegegeld. Doch wie viel Pflegegeld jede einzelne Person bekommt, hängt davon ab in welche Pflegestufe sie schließlich zugeordnet wird.

Das heißt ganz konkret: Um optimale Pflege zu erhalten, ist es absolut wichtig, dass die Einstufung richtig ist. Denn nur dann bekommen Pflegebedürftige die finanzielle Unterstützung, die sie brauchen.

Die Einstufung erfolgt ab dem 1.1.2017 in 5 Pflegegrade und nicht länger in 3 Pflegestufen.

Bitte beachten Sie hierbei auch detaillierte Informationen u.a. unter:
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/pflegeversicherung/was-pflegegrade-bedeuten-und-wie-die-einstufung-funktioniert-13318

Sie können uns auch auch gerne bei Fragen per Kontaktformular oder telefonisch kontaktieren:

Pflegegrade

Hier möchten wir Ihnen einen Überblick über die Pflegegrade geben:Es existieren 5 Pflegegrade und die Zuordnung erfolgt grundsätzlich nach der Häufigkeit, der täglichen Dauer und der Art der benötigten Hilfe.

  • Pflegegrad I  – Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
    (1 bis unter 27)
  • Pflegegrad II – Erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
    (27 bis unter 47,5)
  • Pflegegrad III – Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
    (47,5 bis unter 70)
  • Pflegegrad IV – Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
    (70 bis unter 90)
  • Pflegegrad V – Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung
    (ab 90)

Hier nochmals die Pflegeleistungen und die Höchstbeträge auf einen Blick (in Euro):

(Quelle Grafik: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz)

Wie erhalten Sie Pflegegeld?

Sollte der Fall eingetreten sein und Sie sind pflegebedürftig geworden, dann beantragen Sie zunächst Leistungen (monatliches Pflegegeld, Sachleistungen oder Kombileistungen) bei Ihrer Pflegekasse. Dies können Sie formlos tun oder Sie rufen bei Ihrer Pflegekasse direkt an.

Danach bekommen Sie von Ihrer Pflegekasse Unterlagen zugeschickt, die Sie ausfüllen und wieder zurückschicken. Die Pflegekasse leitet dann Ihre Unterlagen, Ihren Antrag, an den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkasse), den MedicProof oder an die Bundesknappschaft weiter.

Anschließend meldet sich der Gutachter einer der genannten Stellen bei Ihnen – erst telefonisch oder schriftlich, später besucht er Sie persönlich.

Dieser Gutachter stellt bei Ihnen den bestehenden Hilfebedarf fest, er erstellt nun ein Gutachten zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit. Und dieses Gutachten bildet die Grundlage für die Entscheidung der Pflegekasse, den sogenannten Bescheid.

Das bedeutet: Bei dem Hausbesuch des Gutachters des MDK, bei dem persönlichen Gespräch mit ihm, werden die Weichen für Ihre Zukunft gestellt. Denn da geht es um die regelmäßigen Leistungen die Sie meist über Jahre, wenn nicht sogar über Jahrzehnte beziehen werden.

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